Von der "Tafel" leben 3.300 Menschen - das "Sternennacht"-Projekt will helfen

29.09.12 - FULDA - Rund 3.300 Menschen werden von der „Fuldaer Tafel“ versorgt, darunter 1.300 Kinder „Unsere Kunden kommen aus 45 Nationen, allerdings sind 78 Prozent deutsche Staatsbürger“, sagt Heinz Steege, der seit neun Jahren Vorsitzender der „Tafel“ ist. Im Jahr 2003 wurde die „Fuldaer Tafel“ auf Initiative des Lions Club Fulda, des Lions Club Fulda-Bonifatius, des Lions Club Hünfeld, des Leo Club Fulda, des Rotary Club Fulda, des Rotary Club Fulda- Paulustor, des Rotary Club Rhön und des Rotaract Club Fulda gegründet. 

Insgesamt hat die „Tafel“ 300 Mitglieder aktive und fördernde. Die „Tafel“ finanziert sich zum Einen durch den Verkauf der Waren – jeder Kunde zahlt zwei Euro pro „Lieferung“ – durch Mitgliedsbeiträge sowie durch Spenden. „Wir benötigen jährlich etwa 90.000 Euro“, sagt Steege. 70.000 Euro muss die „Tafel“ selbst erwirtschaften. „Pro Jahr benötigen wir Spenden in Höhe von 20.000 Euro“, sagt der Vorsitzende. 57 Prozent der Fuldaer „Tafel“- Kunden sind Hartz-IVEmpfänger und zum größten Teil durch Bescheid legitimiert, bei der Tafel einkaufen zu dürfen. „Wir verzeichnen eine wachsende Anzahl an Rentnern sowie an Alleinerziehenden“, sagt Steege. Insgesamt ist die „Fuldaer Tafel“ für 23 Orte im Landkreis Fulda zuständig. 45 Prozent der „Tafel“-Kunden kommen wöchentlich, der Rest in größeren Abständen. 

„An sich sehen wir eine Ähnlichkeit bei der Arbeitslosen- und der ,Tafel’- Statistik“, erläutert Steege. „Wenn die Zahl der Arbeitslosen zunimmt, kommen auch mehr Kunden.“ Mit vier Fahrzeugen fahren die ehrenamtlichen Mitarbeiter der „Tafel“ 120.000 Kilometer jährlich, um bei den Supermärkten und Discountern Waren abzuholen, die dann bei der „Fuldaer Tafel“ in der Weserstraße 3 in Fulda sortiert werden. „Wir haben pro Tag etwa 150 Abholungen bei 45 Geschäften an“, erklärt Steege. Die Öffnungszeiten des Ladenlokals sind dienstags, donnerstags und freitags, jeweils von 13 bis 16.30 Uhr. Die Kunden sind alle im EDV-System der „Tafel“ erfasst und bekommen nach einem von Steege ausgeklügelten System ihre Lebensmittel ohne lange Wartezeiten. Ständig gesucht werden neue Mitglieder, die sich engagieren möchten und die „Fuldaer Tafel“ entweder finanziell oder tatktäftig unterstützen. Weitere Informationen hierzu gibt es im Internet unter www. fuldaer-tafel.de. 

Um die wichtige Arbeit der „Fuldaer Tafel“ zu unterstützen, haben sich die Initiatoren der ersten „Sternennacht Fulda“ am 29. November, Peter Henkelmann („Media Markt Fulda“), Michael Schwabe („Fulda aktuell“) und Stefan Dehler („Dehler-Design“) dazu entschlossen, den Erlös der „Sternennacht“ in voller Höhe an diese Einrichtung zu spenden. 

Diesen besonderen November-Abend sowie die wochenlangen Vorbereitungen werden die Redaktionen der Wochenzeitung „Fulda aktuell“ und von „Osthessen News“ in Print und Online begleiten. Bisher einzigartig wie dieses Event ist auch die Medienkooperation des Verlages „Fulda aktuell“ mit dem erfolgreichsten online-Nachrichten-Portal „osthessen-news.de“. Vor wenigen Tagen ging die Internetseite www. sternennacht-fulda.de an den Start, auf der Sie bereits einige Informationen finden, und die sich im Laufe der kommenden Wochen mit Inhalten füllen wird, damit Sie immer bestens über die erste „Sternennacht“ in Fulda informiert sind.