Verteilen statt wegwerfen

Wir leben in einer Überflussgesellschaft. Das wird nirgends deutlicher als im Lebensmittelbereich. Tag für Tag werden große Mengen überschüssiger Nahrungsmittel vernichtet,weil sie sich nicht (mehr) verkaufen lassen. Eine gigantische Verschwendung! Gleichzeitig gibt es mitten unter uns Menschen, die Not leiden und sich nur ein recht klägliches „tägliches Brot“ leisten können. 

Die geniale Idee der „Tafel“ besteht darin, hier einen Ausgleich zu schaffen: Qualitativ einwandfreie Nahrungsmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr zu verwenden sind, werden an Menschen in Not verteilt. Statt wertvolle Lebensmittel kurzerhand zu entsorgen, wird damit eine „Tafel angerichtet” .

Die Idee kam in den 60er-Jahren in den USA auf. Längst gibt es solche „Tafeln“ aber auch in vielen deutschen Städten. So werden jeden Tag tonnenweise Lebensmittel, die auf der Müllkippe gelandet wären, sinnvoll verwendet. Zur Freude der Empfänger. Das wird auch in Fulda funktionieren – wenn SIE uns dabei helfen.

Es geht hier nicht etwa darum, „Abfall“ zu entsorgen. Selbstverständlich erfüllen alle zu verteilenden Lebensmittel die gesetzlichen Bestimmungen. Verdorbenes ist nicht dabei. 

Doch in der Lebensmittelbranche fallen täglich Waren an, die nicht mehr in den Verkauf kommen sollen. Weil ihre Verpackung leicht beschädigt ist. Weil der Platz im Regal benötigt wird. Weil es nur noch Restposten sind. Weil der Ablauf der Mindesthaltbarkeitsfrist bevorsteht. Und, und, und. Wir wollen, dass diese Nahrungsmittel nicht mehr automatisch im Müllcontainer landen, sondern von uns an wirklich Bedürftige verteilt werden können. Ein Sieg der Vernunft, aus Verantwortung für den Nächsten.

Wer das versteht, der gibt uns Recht.