Tafel-Flotte wieder vollständig: Sprinter-Kühlfahrzeug bei Kunzmann übergeben

30.01.20 – 2.200 Menschen bauen auf die Hilfe der Tafel Fulda – die hauseigenen Sprinter-Kühlfahrzeuge sind ein wichtiger Bestandteil der Versorgungskette und garantieren, dass die Lebensmittel für die Hilfsbedürftigen frisch angeliefert werden können. Am Mittwoch wurde ein neues Sprinter-Kühlfahrzeug im Wert von 70.000 Euro im Autohaus Kunzmann an die Fuldaer Tafel übergeben.

Damit ist die Flotte von vier Fahrzeugen für die Fuldaer Tafel wieder komplett. Der Sprinter konnte durch großzügige finanzielle Unterstützung angeschafft werden: 10.000 Euro kamen jeweils von der LIDL-Pfandstiftung und vom hessischen Sozialministerium, 7.000 Euro von der Sparkassenstiftung, jeweils 3.000 Euro von den Firmen Rhön Kälte, Hubtex und der Werner-Gruppe. Trotz eines Werts von insgesamt 70.000 Euro mit Kühlaufbauten mussten nur 42.000 Euro fürs neue Fahrzeug gezahlt werden: Das Autohaus Kunzmann gewährte einen Rabatt von 50 Prozent aufs Basisfahrzeug, auch die Firma Kerstner, die die Kühlung verbaute, gab einen Nachlass.


Gerade die Kühlung ist wichtig für den Transport von Lebensmitteln: „Die Kühlkette darf nicht unterbrochen werden, vor allem bei Molkereiprodukten. Für den Sommer gibt es auch eine Standkühlung im Fahrzeug, wenn am Nachmittag nicht gleich ausgeladen werden kann. Wir sind an die gleichen gesetzlichen Bestimmungen gebunden wie die Lebensmittelbranche, das sind keine Waren zweiter Klasse“, erklärt Uwe Wiencke von der Fuldaer Tafel. Nicht nur im Landkreis Fulda wird gefahren: Aus drei Zentrallagern der Tafel in Schweinfurt, Schwalmstadt und Wetzlar werden große Posten an die lokalen Tafeln verschoben.

„Wir haben Großsponsoren, die geben uns einen 40-Tonner voll mit Erbsensuppe. Ein Laster mit Molkereiprodukten auf dem Weg von den Niederlanden in die Slowakei bleibt mit Motorschaden auf der Autobahn liegen – für die Ware lohnt es nicht, einen zweiten Laster aus der Slowakei zum Umladen zu schicken. Dann bekommen wir einen Anruf und räumen mit Gabelstaplern die Ladung um. Was im Zentrallager aufläuft, kann über Internet-Portale für die lokalen Tafeln eingesehen und angefragt werden“, so Wiencke. Außerdem werden die überschüssigen Lebensmittel von lokalen Unternehmen im Landkreis Fulda abgeholt.

Fahrer wie Manfred Umlauf, der bereits seit 13 Jahren für die Fuldaer Tafel fährt, holen in Touren die Lebensmittel ein: „Ich fange normalerweise in Welkers an und komme am Ende beim Denns oder REWE raus – einmal quer durch die Stadt. Das geht von 7:45 Uhr bis manchmal 16 Uhr, je nach Angebot drei- oder viermal die Woche. Dazu kommen noch die überregionalen Fahrten in die Zentrallager.“ 

Mercedes-Benz unterstützt die deutschen Tafeln bereits seit 1998. Mit insgesamt 1.000 Transportern wurden die Tafeln in den letzten 20 Jahren versorgt. (mau) +++

Ein Bericht von Osthessen News

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