Menschen für Menschen – Einblick in nachhaltiges Engagement der Fuldaer Tafel

Mehr als 1500 Menschen, davon fast die Hälfte Kinder nehmen die Chance wahr, bei der Fuldaer Tafel gute Lebensmittel aus dem Überschuss des Lebensmittelhandels in unserer Region zu erhalten. Darauf wies Prof. Dr. Richard Hartmann bei der Mitgliederversammlung der Tafel hin. Es ist eine beeindruckende Kette, in der Menschen für Menschen sich einsetzen und soziale Bedrängnisse etwas abmildern.

 

Mehr als 120 Helferinnen und Helfer, darunter etwa 20, die selbst Tafelkunden sind, arbeiten Woche für Woche, um mit den 4 Transportfahrzeugen als Fahrerinnen und Fahrer in vielen Geschäften Waren zusammenzukarren. Andere Arbeiten im „Lager“, sortieren die Waren, bereiten Sie für die Ausgabe vor und geben sie schließlich bei den 3 wöchentlichen Ausgabezeiten an Berechtigte weiter.

Zum Glück stärke den vielen freiwillig engagierten Ehrenamtlichen auch 10 Menschen, die in verschiedenen Arbeitsförderungsprogrammen sind, den Rücken. Dennoch braucht die Tafel immer wieder neu Menschen, die – für sie selbst kalkulierbare Zeit – in diesen Dienst einbringen können. Auch Praktikantinnen und Praktikanten aus Schule und Studium unterstützen immer wieder für Zeiten die Crew.

Der Vorstand der Tafel hat erst Anfang des Jahres die Zugangsbedingungen für mögliche Kunden erleichtert. Neben den klassischen Empfängen staatlicher Leistungen im Sozialbereich können auch Menschen, die diese Hilfe nicht in Anspruch nehmen zur Tafel kommen, wenn sie als Alleinstehende weniger als 1000 € monatlich zur Verfügung haben. „Vor wenigen Jahren war auch durch viele Menschen, die als Geflohene bei uns Zuflucht suchten, der Kundenstamm noch höher. Zum Glück hat sich jedoch hier wie im Arbeitsmarkt die soziale Lage etwas entspannt. Dennoch,“ so Prof. Hartmann als Vorsitzender der Fuldaer Tafel, „vermuten wir, dass es noch etliche ältere Menschen gibt, denen die Unterstützung der Tafel ihren Mittagstisch bereichern könnten. Er wies darauf hin, dass Menschen, die aus

gesundheitlichen Gründen nicht selbst in die Weserstraße kommen können, andere Frauen oder Männer mit der Abholung beauftragen können.

15 Jahre feiert in diesem Jahr die Fuldaer Tafel, auf Bundesebene ist die Tafel im 26. Jahr. Gegründet von den Fuldaern Rotary- und Lions-Clubs wird sie von knapp 300 Mitgliedern als Verein getragen. Auch hier freut sich der Verein um weitere Stützung. Sehr erfreulich ist, dass die Tafel sowohl von öffentlichen Einrichtungen wie von vielen Firmen und Privatleuten auch materiell unterstützt wird. Immer wieder sind es Geburtstagsspenden, Sammlungen von Gemeinden und Kindergruppen, dann aber konkrete Projektförderungen z. B. für die Fahrzeuge, die die Arbeit ermöglichen.

Immer wieder kommen auch interessierte Gruppen, um sich vor Ort zu informieren.

„Die Tafel ist in einem guten Zustand, kann dazu beitragen, wie Menschen für Menschen einstehen und so das soziale Klima verbessern“, so resümiert der Vorstand.

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